Die Kinder der toten Stadt am Agnes-Neuhaus-Berufskolleg in Büren:
Schülerinnen und Schüler aus zehn Herkunftsländern inszenieren Ausschnitte aus dem Musikdrama über den Holocaust
15 Schülerinnen und Schüler einer internationalen Förderklasse, einer Projektklasse und zwei AV-Klassen (AV=“Ausbildungsvorbereitungsklasse“) des Agnes-Neuhaus-Berufskollegs in Büren beschäftigen sich drei Tage lang intensiv mit dem Musikdrama „Die Kinder der toten Stadt“. Dieses handelt von Kindern im Holocaust und vermittelt nicht nur Geschichte sondern ermutigt junge Menschen, verantwortungsvoll gegen Rassismus und Antisemitismus einzutreten. Die Auseinandersetzung mit dem Stück ist gelebte Erinnerungskultur durch Musik. Und genau dafür wurde es erschaffen. Musik als verbindendes Element, das sprachliche, kulturelle und religiöse Grenzen überwindet. Durchgeführt wurde der Workshop von den Initiatoren des Stücks selbst (Idee und Leitung: Dr. Sarah Kass, Komposition: Lars Hesse, Buch und Lied-Texte: Thomas Auerswald). Sie wurden dabei unterstützt von einer Regisseurin (Paulina Neukampf) und einer Gesangslehrerin (Anna Lea Leemhuis). Einige Schülerinnen und Schüler berichteten von eigenen Kriegserfahrungen und teilten ihre Erinnerungen im geschützten Raum während des Workshops. Das Highlight des dreitägigen Workshops war eine Inszenierung von drei Liedern aus dem Drama vor Mitschülerinnen und Mitschülern anderer Klassen. Das Team und das Ensemble waren stolz auf ihr Ergebnis.
Organisiert wurde dieses Schulprojekt vom Deutschen Institut für Erinnerungskultur und gefördert von der Deutschen Postcode-Lotterie.
Weitere Infos: www.diekinderdertotenstadt.de